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- Gerätturnen männlich - Liga Die Elzer Lebensversicherung vom 11.11.2017 10:09 Kai Gemeinder
Die gute Nachricht vorneweg: Der TV Elz wahrte mit dem fünften Platz beim Wettkampf in der Limburger Kreissporthalle seine Chance auf den Klassenerhalt und kämpft am kommenden Sonntag um den Verbleib in der Kunstturn-Oberliga.

„Wir mussten unbedingt vermeiden, wieder den letzten Platz zu belegen. Ansonsten wäre der Klassenerhalt im dritten und letzten Wettkampf kaum mehr zu realisieren gewesen. Jetzt sind wir wieder im Geschäft“, so Trainer Manfred Herborn erleichtert nach dem Heimwettkampf.

In der Tat hat sich in der Oberliga vor dem Endkampf eine Dreiklassengesellschaft herauskristallisiert: Goldbach und Wiesbaden (beide 18:2 Punkte) werden den Titel unter sich ausmachen, zwischen Odenhausen und Gau-Bischofsheim (beide 10:10 Punkte) entscheidet sich der dritte Podestplatz und Main-Kinzig kämpft im direkten Duell mit dem TV Elz (beide 2:18 Punkte) um den rettenden fünften Platz im Gesamtklassement.

Wenn man bedenkt, dass die Elzer mit Luca Knopp, Leonhard Kaiser, Florian Barnikel und Jonas Hollarek in Limburg vor heimischem Publikum gerade einmal zu viert antreten konnten, weil die beiden verletzten Sechskämpfer Marcel Hofmann und Tim Hollarek nicht rechtzeitig fit wurden und mit Tizian Schnierer auch noch ein verlässlich starker Turner an den Ringen ausfiel, ist das durchaus als Erfolg zu werten.

Erlaubt wäre die Meldung von bis zu zehn Turnern, aus denen sich dann pro Durchgang die besten fünf ans jeweilige Gerät begeben, wobei die drei höchsten Wertungen schließlich ins Mannschaftsergebnis einfließen.

Von den Vorzügen dieses Regelwerks kann man beim TV Elz derzeit nur träumen. Der Trainer war froh, überhaupt drei Turner pro Gerät aufbieten zu können. Und selbst das war nur möglich, weil Leonhard Kaiser an fünf Geräten an den Start ging, obwohl er im Mannschaftsgefüge eigentlich nur für drei Geräte vorgesehen ist und die übrigen dementsprechend kaum trainiert. Auf sogenannte Streichwertungen mussten die Elzer wie schon beim Ligaauftakt indes komplett verzichten. Jede gezeigte Übung, und damit auch jeder Patzer, ging für den TV Elz in die Gesamtwertung mit ein.

Die erneut starken Auftritte am Seitpferd, an dem die Elzer Luka Knopp, mit der Tageshöchstwertung von 12,55 Punkten, sowie Leonhard Kaiser (10,50) und Jonas Hollarek (9,90) die Gerätewertung aller Teams gewannen und gegenüber dem direkten Abstiegskonkurrenten aus Main-Kinzig satte 9,3 Punkte Vorsprung erturnten, erwies sich dabei für den TV Elz als Lebensversicherung.

An allen anderen Geräten lag die KTV Main-Kinzig vor dem TV Elz, wenn auch zumeist nur knapp. Daran konnten auch die bemerkenswerte Leistung von Luka Knopp, der mit 69,65 Punkten Rang zwei in der Einzelwertung belegte, und die starken Kürübungen von Florian Barnikel am Boden (11,75) und an den Ringen (11,80) nichts ändern.

Im Grunde fehlt dem TV Elz an jedem Gerät, das Seitpferd einmal ausgenommen, mindestens eine hochklassige Übung bzw. Wertung. Deshalb hofft Trainer Herborn nach wie vor auf die Rückkehr von Tim Hollarek am Sonntag. Wenn dieser überhaupt antreten kann, dann nur an einigen Geräten. Aber selbst das könnte schon helfen, um das Minimalziel Klassenerhalt zu erreichen, in einer Saison, in der ohne Verletzungssorgen so viel mehr möglich gewesen wäre.

Für den TV Elz turnten (Anzahl Geräte/Punkte): Luka Knopp (6/69,65), Leonhard Kaiser (5/46,55), Florian Barnikel (4/44,15), Jonas Hollarek (3/25,9)

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