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- - Jahreshauptversammlung des TV Elz - nicht nur im Spitzensport im Focus vom 11.04.2017 01:59 Arno Petri
Der TV Elz hatte zu seiner Jahreshauptversammlung ins Gasthaus Möller eingeladen, wo Heinz Hendel in seiner Rolle als 1. Vorsitzender die Anwesenden zunächst begrüßte, die Feststellung der fristgerechten Einladung und Beschlussfähigkeit durchführte und alle Anwesenden traditionell der verstorbenen Mitglieder des Vereins gedachten.
In seinem Bericht stellte Heinz Hendel die Arbeiten rund um die vereinseigene Halle sowie der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2016 als Schwerpunkte heraus. Der zurzeit 1252 Mitglieder zählende Verein habe schon immer ein besonderes Interesse an der Erhaltung und Verbesserung der Bausubstanz der Halle am Alten Straßenberg gehabt. Wenn man bedenke, was aus einer nach dem Krieg halbzerstörten Halle geworden ist, wie viele Stunden Arbeit Mitglieder in diese Halle investiert und wie viel Geld auch dabei in die Hand genommen wurde, so könne man heute auf den Zustand der Halle stolz sein und das, ohne dass ein einzigen Euro Schulden abbezahlt werden müsse. Daher ist nicht nur die Erhaltung der baulichen Substanz, sondern die Verbesserung der Ausstattung eine wichtige Aufgabe der Vereinsführung.
In Kombination mit der auf dem Turnplatz von der Gemeinde errichteten leichtathletischen Anlagen, gäbe es im Landkreis nur wenige vergleichbare Einrichtungen. Die neue, im vergangenen Jahr eingeweihte Wurfanlage, hat zu einer weiteren Aufwertung geführt. Den obligatorischen ersten Wurf machte auch nicht irgendwer, sondern der beste deutsche Hammerwerfer der letzten Jahre und mehrfache Olympiateilnehmer Markus Esser vom TSV Bayer Leverkusen.
In diesem Zusammenhang würdigte der 1. Vorsitzende vor allem das Engagement von Wolfgang Woronowska, der jetzt kurz vor Vollendung seines 80. Lebensjahres immer noch junge Menschen an die verschiedenen Wurfdisziplinen heranführe und dabei oft mehrmals die Woche auf dem Trainingsplatz steht und dessen Arbeit auch über den Verein hinaus große Anerkennung finde, so Heinz Hendel.
Die nächste wichtige, aber auch kostenintensive Baumaßnahme, werde die Erneuerung der Hallendecke sein. Dazu werde vom Landessportbund Hessen ein energetisches Gutachten erstellt und bei der Erneuerung versucht, möglichst alle in einer Hallendecke vorhandenen Einrichtungen auf den neuesten Stand zu bringen, wie zum Beispiel Beleuchtung und Beschallung der Halle. Eine Verlagerung der Hallenheizung in die Decke werde noch einmal geprüft, sei aber aus statischen Gründen wahrscheinlich nicht möglich.
Als sportlichen Höhepunkt führe Hendel die Teilnahme von 10 Mitgliedern der Leichtathletikabteilung mit einer Startgemeinschaft des Kreises Limburg-Weilburg an der europäischen Team-Club-Meisterschaft im portugiesischen Leiria an. Der Vorstand hatte erhebliche Anstrengungen unternommen, dieses Ereignis so finanziell zu fördern, dass der Eigenanteil der beteiligten Sportlerinnen und Sportlern einen verträglichen Rahmen nicht überschritt und der Zuschuss des Vereins im Rahmen der Wirtschaftsordnung vertretbar war. Insgesamt entstanden der Startgemeinschaft Kosten für alle 35 Teilnehmer von 30 000 €.
Die von Manfred Herborn organisierte Teilnahme am Deutschen Turnfest in Berlin, das 30-jährige Jubiläum der ebenfalls vom Deutschen Turnfest 1987 in Berlin stammenden „Turnereiche“ und die Vereinsgründung vor 120 Jahren sind wichtige Meilensteine für das Jahr 2017, zu denen sich sicherlich viele sportliche Erfolge des Vereins gesellen werden.

Abschließend bedankte sich Heinz Hendel bei allen Vorstandsmitgliedern für die konstruktive Zusammenarbeit. Es sei für ihn auch eine Bestätigung der in allem Umfang ehrenamtlichen Arbeit für den Verein, dass dieser auch nach der Jahreshauptversammlung wieder über einen komplett besetzten Vorstand verfügt und wünschte sich, dass dies für die weiteren Jahre und mindestens bis zum großen Vereinsjubiläum im Jahr 2023 so bleiben werde.
Der gleiche Dank galt den Abteilungs- und Übungsleiterinnen und – leitern. Nur durch deren Tätigkeit sei die Existenz des Vereins gesichert und gerechtfertigt. Auch hier habe sich in den letzten Jahren immer wieder Erfreuliches getan, wie der Leiter Sportbetrieb, Sebastian Jung, in seinem Bericht vermelden konnte. Der Verein bietet im Bereich im Freizeit-und Gesundheitssport für alle Altersgruppen 10 Kurse an, wie zum Beispiel Yoga, Lungensport, Aerobic oder das sehr beliebte Vorschulturnen, das zur gesunden, geistigen und körperlichen Entwicklung der Kinder beitrage und als Basis für die Ausübung jeder Sportart zu sehen sei. Doch nicht nur im Breitensport, sondern auch im Leistungssport ist der Elzer Turnverein gut aufgestellt.
Stellvertretend für die Erfolge vieler, nannte Sebastian Jung zusätzlich zu den erfolgreichen Leichtathletinnen und -athleten einige besonders erfolgreiche Mitglieder. Thea Klämt, eine Turnerin aus dem Leistungszentrum, hat es als erste Turnerin aus dem Kreisgebiet geschafft hat, in den Bundeskader berufen zu werden. Sie triumphierte in ihrem Wettkampf der Altersklasse 10 und ließ 14 Konkurrentinnen aus ganz Deutschland hinter sich. Ferner hob er die Leistungen der Damen-Volleyballmannschaft hervor, die kein einziges ihrer Spiele verloren hat und in die Bezirksoberliga West aufgestiegen ist. Ein weiterer Garant für Erfolge war wieder einmal die Gewichtheberabteilung. Bei den Deutschen Masters-Meisterschaften wurde Daniel Breuer zum 5. Mal hintereinander Deutscher Meister. In Plauen im Vogtland wurde Patricia Rieger Deutsche Vizemeisterin. Nach den Berichten aus den einzelnen Abteilungen des Vereins begrüßte Inge Friedrich in Vertretung des Bürgermeisters Horst Kaiser die Anwesenden, dankte insbesondere den Übungsleiterinnen und -leitern und dem Vorstand für deren Arbeit und überreichte dem 1. Vorsitzenden einen Scheck. Heinz Hendel bedankte sich hierfür und für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, insbesondere mit dem Bauhof.
Hildegard Stein vom Turngau Mittellahn bedankte sich beim Turnverein für die herausragende Arbeit. Sie ehrt mit der bronzenen Ehrennadel des Landessportbundes Hessen Sebastian Jung, Manfred Herborn, Jutta Mücke-Klämt sowie Claudia Stähler.
Insgesamt bietet der TV Elz 170 Stunden Sport in der Woche an und war auch bei dieser Jahreshauptversammlung stolz, verdiente und langjährige Mitglieder zu ehren.
Ursula Schmidt-Farda wurde für ihre vorbildliche Arbeit insbesondere bei der Abnahme des Sportabzeichens die Vereinswandertafel verliehen.
Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde mit einer Urkunde und der silbernen Verdienstnadel des Vereins ausgezeichnet: Waltraud Berneiser, Natascha Englisch, Sascha Federsel, Elke Gärtner, Claudia Hoffmann, Dagmar Klinkhammer, Irene Spriestersbach und Annika Thomas.

Für 50-jährige Mitgliedschaft wurde mit einer Urkunde, der goldenen Verdienstnadel des Vereins und der Ernennung zum Ehrenmitglied ausgezeichnet: Hans Beisiegel, Jörg Müller, Andreas Schenk, Inge Schenk und der Ehrenvorsitzende Arnulf Stucke.
Für seine 65-jährige Mitgliedschaft wurde Sebastian Jung die Friedrich-Ludwig-Jahn-Medaille verliehen.
Bei den abzuhaltenden Vorstandswahlen wurden Heinz Hendel als 1. Vorsitzender, Franz Petri als Leiter des baulichen Bereichs, Claudia Stähler als Jugendbeauftragte, Ute Becker als ihre Vertreterin und Evelyn Mingebach als 2. Schriftführerin einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Hans Schneider scheidet als Beisitzer auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand aus. Heinz Hendel überreichte ihm ein Präsent für die geleistete Arbeit und konnte Norbert Hennemann als neues Vorstandsmitglied begrüßen.
Alois Witteyer wurde von der Versammlung dazu ernannt, sich verstärkt um die Belange älterer Vereinsmitglieder zu kümmern.

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